Moin, moin liebe TennisFans

Moin, moin liebe TennisFans,

vor 13 Jahren erschien die erste Ausgabe des TennisFan im Bezirk West des TV SH, nicht ganz so umfangreich und verbreitet wie heute, aber es war der Startschuss dieses Magazins, das es sich zum Ziel gesetzt hat, regionales Tennis ein wenig mehr an die Öffentlichkeit zu bringen und gleichzeitig den Vereinen die Gelegenheit zu bieten, ihre Aktivitäten über die Vereinsgrenzen hinweg vorzustellen. Zwölf Jahre TennisFan mit insgesamt 40 Ausgaben. Und nun bereits die 45.te, also die „Fünfte Neue“, in allen vier Bezirken, von Sylt nach Lübeck und von Pinneberg nach Flensburg.

Zuallererst, um Missverständliches für diejenigen zu vermeiden, die den TennisFan bisher immer noch nicht kennen: Die Zeitschrift erscheint im gesamten Verbandsbereich, ist aber ein rundum vereins- bzw. verbandsunabhängiges, überwiegend total subjektiv geschriebenes Magazin. Es ist wieder viel passiert in den vergangenen Monaten, was sich an den Vereinsberichten in der aktuellen April Ausgabe, aber auch sonstigen Aktivitäten in unserem neuen Verbreitungsgebiet wiederspiegelt.

Hier nun das Editorial der aktuellen Juli Ausgabe:

Moin Moin liebe TennisFans,

vor Jahren las ich mal, oder genauer, sah ich eine beinahe leere Seite an wichtigster Stelle eines Magazins. In der Mitte dieser leeren Seite stand, ganz klein und kaum zu lesen: Liebe Leserinnen und Leser, hier sollte wie immer ein Kommentar unseres verehrten Kollegen XY sie über das Thema YX informieren. Leider ist der Redakteur zum Angeln gefahren und hat sein Manuskript mitgenommen. Bis zum nächsten Mal.

Wenn ich es mir jetzt überlege, wäre es gar nicht so schlecht, diese Seite gänzlich weiß in Memoriam des Kollegen XY ohne Text zu präsentieren, um Euch die folgenden News zu ersparen.

Alexander Zverev verliert in Runde 1 in Wimbledon und hat Ärger mit seinem, lt. Zverev, Ex-Manager Patricio Apey. Der als schlitzohrig bekannte Chilene, immer gut gelaunt und noch besser gekleidet ‒ wie ein Tennismanager nun mal sein muss ‒, meint aber, er wäre noch Zverevs Manager bis 2023. Da kann was nicht stimmen. Jedenfalls hält dies Zverev nach eigenen Ansagen davon ab, erfolgreich Tennis zu spielen. Hoffentlich nicht bis 2023.

Unsere Kieler Spitzenspielerin, Angelique Kerber, verliert in Wimbledon als Titelverteidigerin in Runde 2, nicht eng, sondern sang und klanglos gegen eine von unten bis oben bandagierte und teilweise humpelnde Lauren Davis aus den USA. Kerber hat, jedenfalls ist nichts darüber bekannt, keinen Ärger mit ihrem ebenfalls gut gekleideten Jung-Manager, spielt aber wie beschrieben trotzdem ähnlich erfolgreich/los wie Zverev. Und der Erfolgreichste von allen und selbst gut gekleidete Altmeister Boris Becker konnte nun doch nicht verhindern, dass all seine Pokale und wertvollen Erinnerungsstücke unter den Hammer kamen, was ich finde, die schlimmste unter den drei Meldungen ist.

Ihr werdet mir zustimmen, mit diesen Nachrichten hätte die Seite lieber weiß bleiben sollen, und ich hätte zum Angeln fahren können, auch wenn ich in meinem Leben erst einmal geangelt habe, vor ca. 40 Jahren. Dass ich mir danach einen Fisch in einem Fischgeschäft kaufen musste, um nicht zu verhungern, sei nur am Rande bemerkt.

Bekannter Weise gibt es neben Negativmeldungen glücklicherweise aber auch welche, die einen wieder auf die Beine bringen. Steffi Graf wurde 50. Das feierte die ganze Tenniswelt, nur ohne Steffi. So ist sie nun mal. Ab Seite 21 dieser Ausgabe wird die Lebensleistung der „Gräfin“ gewürdigt.

Das ist aber nicht die einzige positive Nachricht der letzten zwei Monate, denn jetzt geht es los. Herby Horst, Verbandstrainer des tennis SH, konnte mit dem Henner Henkel Team (bis 15 Jahre) die erste deutsche Mannschaftmeisterschaft des Verbandes in der Geschichte feiern. „Herby“, wie Herby von allen genannt wird, ist mittlerweile durchgängig seit 1993 der verantwortliche Mann für den Jugendbereich im tennis SH. Wenn man sich mal seitdem die internationalen Erfolge sämtlicher Verbände anschaut, kommt man zu dem Ergebnis, Herby ist der mit Abstand erfolgreichste Verbandstrainer im DTB Bereich. Nur zu Zeiten einer Steffi Graf und eines Boris Becker im badischen Verband gab es mit Boris Brescvar einen ernsthaften Konkurrenten. Nach Steffis Rücktritt 1999 gibt es nur noch Herby. Mehr zu ihm ab Seite 43.

Der Street-Tennis-Tag auf dem Elmshorner Buttermarkt, mitten im Zentrum Elmshorns, feierte zwar kein Jubiläum, wurde aber gerade zum 17. Mal ausgetragen. Er zählt zu den größten Veranstaltungen im tennis SH. In all den Jahren haben über 7.000 Schülerinnen und Schüler der 3., 4. und 5. Klassen der Grundschulen, Gemeinschaftsschulen und Privatschulen in Elmshorn und Umgebung teilgenommen. Dieser Street-Tennis-Tag ist nur ein Beispiel von ehrenamtlichem Engagement, das es natürlich auch in anderen Städten und Gemeinden im Verband gibt. Es muss also nicht immer nur das große Geld im Tennis im Vordergrund stehen.

Thies Röpcke

Redaktionsschluss der kommenden September Ausgabe ist der 10.9. 2019. Bis dahin nehmen wir eure Artikel incl. Fotos entgegen.